Janine Berg-Peer/ September 20, 2017/ Alle Artikel, Angehörige/ 0Kommentare

Basquiat auf Drucker

Fragebogenaktion Angehörige und Psychiatrieerfahrene

Ich möchte Sie gern darüber informieren, dass der BApK eine Fragebogenaktion durchführt in Kooperation mit dem Bundesministerium für Gesundheit. Es geht darum, nach genauer herausfinden, wo wir Angehörige Schwachstellen sehen, was uns ärgert, wo es schon besser geworden ist etc. Leider ist bislang der Rücklauf noch nicht so groß, was aber sehr schade ist, denn hier haben mal wir Angehörigen die Möglichkeit, uns zu Wort zu melden. Wenn es aber zu wenig Antworten gibt, dann ist eben die Aussagekräftigkeit nicht besonders groß. Ich selbst habe mit dem Projekt nichts zu tun, möchte es nur verbreiten, weil ich es sinnvoll finde.

Hier hänge ich den Online-Fragebogen an, den Sie eben online ausfüllen können, den Sie aber genau so ausdrucken, ihn dann handschriftlich ausfüllen und dann an folgende Adresse schicken:

FB ANGEH-BApK-leer-08.doc Anschr FB ANGEH BMG Projekt 2017-08-1.doc Fragebogen-Psychiatrieerfahrene as.doc Anschreiben Psychiatrieerfahrene BMG Fragebögern Projekt

FB ANGEH-BApK-leer-08.doc

BApK Geschäftsstelle, Oppelner Strasse 130

53119 Bonn

53119 Bonn

Oder online an den BApK oder an Kerstin Riemenschneider, die das Projekt begleitet.

bapk@psychiatrie.de oder an ninatoresriemke@aol.com,

Fragebogenaktion Angehörige und Psychiatrieerfahrene

Gleichzeitig git es einen Fragebogen für Psychiatrieerfahrene, die selbstverständlich ebenso zu Wort kommen sollen. Auch hier wäre es schön, wenn Sie die Fragebogen weiterleiten könnten und für das Projekt werben könnten.

Fragebogen-Psychiatrieerfahrene as.doc

Fragebogen-Psychiatrieerfahrene as.doc

 

Bis bald,

Janine Berg-Peer

Über Janine Berg-Peer

Wir bieten monatlich kostenlose Online-Gruppen für Angehörige an. Jeder kann sich anmelden. Termin finden Sie weiter oben im Blog. Alle zwei Monate bieten wir auch englische Online-Gruppen an. Janine: Seit 65 Jahren bin ich Angehörige: Meine Mutter litt an einer bipolaren Erkrankung und meine Tochter erhielt vor 28 Jahren die Blitzdiagnose (zehn Minuten) Schizophrenie. Kurz danach einigten die Profis sich darauf, dass sie an einer bipolaren Erkrankung leidet. Wir hatten gemeinsam schlechte, aber mehr gute Zeiten. Selten sind Menschen mit Krisengefährdung ja immer krank. Henriette: Heute "leide" ich gar nicht mehr an meiner bipolaren Erkrankung. Nein, sie ist nicht weg, aber mir geht es gut mit einer kleinen Dosis an Medikamenten und einem sozialen und sozialpsychiatrischen Netzwerk, das mich stützt. Ich arbeite seit über zehn Jahren als Genesungsbegleiterin, zunächst als ambulante Betreuerin, jetzt seit drei Jahren im Krankenhaus, was mir sehr viel Spaß macht. Dazu gehören auch Workshops mit Polizei, Angehörigen oder auch Pflegeschüler:innen. Gemeinsam unterstützen wir jetzt sei drei Jahren Angehörige. Wir berichten von unseren guten und schlechten Erfahrungen und beraten sie oder geben ihnen Hinweise, die sie übernehmen können oder eben nicht. Ich als Betroffene freue mich schon lange wieder am Leben, an meiner Arbeit, meinen Freund:innen und an meinem Kater Giacometti. Ich lese gern, höre sehr gern Musik und liebe Filme. Janine: Auch ich freue mich trotz allem immer noch am Leben, lese viel, liebe meinen Kater Basquiat, Rosen, Opern und Countertenöre, japanische und koreanische Filme . Gemeinsam schreiben wir an unserem neuen Buch für Angehörige, in dem wir versuchen, ihnen besser verständlich zu machen und warum manche Betroffene tun, was sie tun und wie Angehörige sich Graf einstellen können, um möglichst viele nutzlose Konflikte zu vermeiden. Arbeitstitel bislang: "Mensch Mama, mach Dir nicht ständig Sorgen um mich!"

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