Janine Berg-Peer/ Juli 23, 2026/ Alle Artikel, Angehörige, Termine/ 0Kommentare

Online-Selbsthilfegruppe:

„Kontaktabbruch“ bei psychischen Erkrankungen

Norbert und Marlis Wiedemann haben sich jahrelang in der Angehörigenarbeit verdient gemacht. Als Begründer der Angehörigenselbsthilfe psychisch erkrankter Menschen haben sie sowohl Angehörige als auch Betroffene immer unterstützt, und unterstützen sie weiter.

Leider ist Marlis vor einigen Jahren gestorben, was eine große Lücke in Braunschweig und überhaupt in der Angehörigenarbeit hinterlassen hat.

Aber Norbert Wiedemann macht weiter. Er leitet die Selbsthilfegruppe, bietet Gespräche an, vertritt auf kommunaler Ebene die Belange der Angehörigen, hat ein Buch über die gemeinsame ehrenamtliche Arbeit mit Marlis geschrieben, schreibt Kurzgeschichten und Gedichte und trägt auch auf diese Weise zum Wohlbefinden der Angehörigen bei. Ganz im Sinne von Marlis. 

Onlineselbsthilfegruppe:

„Kontaktabbruch“ bei psychischen Erkrankungen

Nun hat es sich ergeben, dass zu allem noch das Thema Kontaktabbruch dazu gekommen ist. Aus diesem Grund hat sich Norbert entschieden, der Online-Selbsthilfegruppe „Kontaktabbruch“ beizutreten, bei der er inzwischen zum Co-Moderator dieser Gruppe aufgestiegen ist.

Ich glaube, dass so eine Gruppe sehr hilfreich sein kann, auch für Menschen, deren Kinder sich nicht lebenslang entfernen, aber doch für eine lange Zeit aus dem Leben ihrer Eltern verschwinden. So sehr unsere erkrankten Kinder manchmal eine Belastung für uns sein können, so sehr vermissen wir sie doch, wenn wir keinen Kontakt mehr haben.

Norbert hat mich gebeten, seine Gruppe hier ein wenig bekannt zu machen, was ich sehr gern tue.

Wenn die Psyche trennt – Online-Selbsthilfegruppe bei familiärem Kontaktabbruch (bei psychischer Erkrankung als Hintergrund)

Wir starten am 24. August 2026, 19:00

Vorherige Kontaktaufnahme unbedingt erforderlich!

Kontakt:selbsthilfegruppe-kontaktabbruch@outlook.de

Vermittlung auch über das SHZ München:

info@shz-muenchen.de oder

telefonisch über: 089/532956-11

 

Über Janine Berg-Peer

Wir bieten monatlich kostenlose Online-Gruppen für Angehörige an. Jeder kann sich anmelden. Termin finden Sie weiter oben im Blog. Alle zwei Monate bieten wir auch englische Online-Gruppen an. Janine: Seit 65 Jahren bin ich Angehörige: Meine Mutter litt an einer bipolaren Erkrankung und meine Tochter erhielt vor 28 Jahren die Blitzdiagnose (zehn Minuten) Schizophrenie. Kurz danach einigten die Profis sich darauf, dass sie an einer bipolaren Erkrankung leidet. Wir hatten gemeinsam schlechte, aber mehr gute Zeiten. Selten sind Menschen mit Krisengefährdung ja immer krank. Henriette: Heute "leide" ich gar nicht mehr an meiner bipolaren Erkrankung. Nein, sie ist nicht weg, aber mir geht es gut mit einer kleinen Dosis an Medikamenten und einem sozialen und sozialpsychiatrischen Netzwerk, das mich stützt. Ich arbeite seit über zehn Jahren als Genesungsbegleiterin, zunächst als ambulante Betreuerin, jetzt seit drei Jahren im Krankenhaus, was mir sehr viel Spaß macht. Dazu gehören auch Workshops mit Polizei, Angehörigen oder auch Pflegeschüler:innen. Gemeinsam unterstützen wir jetzt sei drei Jahren Angehörige. Wir berichten von unseren guten und schlechten Erfahrungen und beraten sie oder geben ihnen Hinweise, die sie übernehmen können oder eben nicht. Ich als Betroffene freue mich schon lange wieder am Leben, an meiner Arbeit, meinen Freund:innen und an meinem Kater Giacometti. Ich lese gern, höre sehr gern Musik und liebe Filme. Janine: Auch ich freue mich trotz allem immer noch am Leben, lese viel, liebe meinen Kater Basquiat, Rosen, Opern und Countertenöre, japanische und koreanische Filme . Gemeinsam schreiben wir an unserem neuen Buch für Angehörige, in dem wir versuchen, ihnen besser verständlich zu machen und warum manche Betroffene tun, was sie tun und wie Angehörige sich Graf einstellen können, um möglichst viele nutzlose Konflikte zu vermeiden. Arbeitstitel bislang: "Mensch Mama, mach Dir nicht ständig Sorgen um mich!"

Hinterlasse eine Kommentar