Janine Berg-Peer/ November 27, 2018/ Alle Artikel, Angehörige, Empfehlungen/ 0Kommentare

Promotion über Angehörige psychisch Erkrankter – Interviewpartner gesucht!

Heute einmal nicht in eigener Sache. Die Sozialpädagogin und systemische Therapeutin Diana Bruski möchte sich in ihrer Promotion mit den Herausforderungen von Angehörigen psychisch Erkrankter beschäftigen. Sie werden mir sicher zustimmen, dass s gar nicht genug Untersuchungen gibt, die sich mit uns und unseren Nöten beschäftigen. Es tut ja sonst kaum einer! -;) Ich hänge daher ihre Projektbeschreibung an mit der Bitte, dass sich interessierte und bereitwillige Angehörige dann selbst bei Frau Bruski melden. Ich selbst werde natürlich auch für ein Interview zur Verfügung stehen.

Promotion über Angehörige psychisch Erkrankter – Interviewpartner gesucht!

Das hier war das Schreiben von Frau Bruski, ich hänge es einfach an:

Sehr geehrte Frau Berg Peer,

anbei nochmal kurz skizziert das Anliegen meiner Promotion. Der erste spontane Titel ist:„Beziehungs- /und Bindungswelten von Eltern mit (erwachsenen) psychisch kranken Kindern“

Das wird sich aber im Verlauf der Promotion sicher noch verändern. Die Promotion soll einen wertschätzenden und ressourcenorientierten Blick auf Eltern richten, die möglicherweise schon jahrelang ihr psychisch krankes Kind begleiten und dabei selbst eigene Lebensziele und –planungen zur Seite gelegt haben. Neben der Sorge und den Ängsten, die womöglich ständiger Begleiter sind, frage ich mich auch inwiefern Eltern mit Schuld, Scham und Kränkung konfrontiert werden und wie sich diese möglichen gesellschaftlichen (oder auch eigenen) Zuschreibungen in der Beziehung und den Handlungen zum Kind wiederfinden.

Wie gelingt eine angemessene Eltern – Kind  – Beziehung trotz psychischer Störung? Welche Prozesse/Schritte/Erfahrungen durchlaufen Eltern, um sich gegenüber ihren Kindern abzugrenzen und (wieder) ein eigenes Leben zu führen? Was ist dabei besonders hilfreich und wie kann dies gelingen?

Promotion über Angehörige psychisch Erkrankter – Interviewpartner gesucht!

Mögliche Leitfragen:

Welchen Herausforderungen müssen sich Eltern von Kindern mit psychischen Störungen stellen? Welche Ängste, Nöte und Sorgen begleiten Eltern?  Welche Hilfe können Eltern in Anspruch nehmen, welche Hilfe bräuchten sie? Nehmen Eltern Hilfe in Anspruch? Wie reagiert das Umfeld – Freunde, Familie, Nachbarn? Wie gehen Professionelle mit Eltern um – bekommen Eltern ausreichend Informationen? Werden sie adäquat mit einbezogen? Wie entwickelt sich die Beziehung zwischen Eltern und Kind?  Welche „Muster“ in der Eltern/ Kind-Dynamik entwickeln sich? Welche sind hilfreich und zielführend, welche bilden ungünstige „Spiralen“ oder „Machtverhältnisse“ aus?

Um in Bezug auf die oben genannten Fragen (oder darüber hinaus) forschen zu können, wünsche ich mir persönlichen Kontakt zu betroffenen Eltern (am liebsten im Rhein-Main Gebiet). Über Gespräche möchte ich gerne in die Lebenswelten von betroffenen Eltern eintauchen dürfen. Dazu wünsche ich mir einen Gesprächsprozess (etwa 5-10 Sitzungen), und die Erlaubnis an manchen Passagen nachfragen zu dürfen.

Promotion über Angehörige psychisch Erkrankter – Interviewpartner gesucht!

Alternativ freue ich mich auch über eMails oder auch Sequenzen aus Tagebüchern usw. Selbstverständlich wird jede Information absolut anonym und gemäß datenschutzrechtlichen Grundlagen verwertet. Bei der Nutzung von Zitaten frage ich vorher nach.

Vielleicht mögen Sie mein Unterstützungsgesuch in Ihrem Blogg veröffentlichen – ich wäre Ihnen sehr dankbar. Näheres über mich können Interessierte auf meiner Homepage erfahren www.supervision-im-taunus.de.

Diana Bruski  – LfbA, 

Diplom Sozialpädagogin (FH)

Systemische Therapeutin (DGSF)

Supervisorin(DG3S)

Diana.Bruski@hs-rm.de

Hochschule RheinMain / Fachbereich Sozialwesen

Postadresse:Postfach 3251

65022 Wiesbaden

Besucheradresse: Kurt-Schuhmacher-Ring 18

65197 Wiesbaden

Geb. C Raum 3.08

Sprechzeiten: Dienstag 12.00 Uhr – 14.00 Uhr

Mobil: 0151 6511 32 38

 

Bis bald. Und wie immer:

Wer diese Posts nicht mehr erhalte möchte, einfach mir schreiben, es wird sofort gelöscht!

 

 

Über Janine Berg-Peer

Seit 55 Jahren bin ich Angehörige: Meine Mutter litt an einer bipolaren Erkrankung und meine Tochter erkrankte vor 18 Jahren an Schizophrenie, heute sprechen die Ärzte von einer schizo-affektiven Erkrankung. Beide hatten und haben mehr gute Zeiten als schlechte, selten sind Menschen mit Krisengefährdung immer krank. Ich möchte Angehörige unterstützen, ihnen aus meinen Erfahrungen berichten und sie beraten. Ich freue mich trotz allem immer noch am Leben, lese viel und schreibe an meinem nächsten Buch, zusammen mit meiner Tochter! Ich liebe Bücher, Kartäuserkater, Rosen, Opern und Countertenöre, Filme, vor allem koreanische, japanische und chinesische, kann nicht Fahrradfahren. Ich wäre gern Léa Linster.

Hinterlasse eine Kommentar