Janine Berg-Peer/ Januar 13, 2015/ Alle Artikel, Angehörige/ 0Kommentare

Saure Äpfel

Rote Äpfel

Forum der Psychiatrie

Herr Dr. Meyer vom Landesverband der Angehörigen, Hamburg hat mich gebeten, dieses neue wichtige Projekt bekannt zu machen. Angeregt hat das Projekt Prof. Asmus Finzen. Es geht um den Versuch, das Erfahrungswissen und die Ansichten derjenigen Profis für die Psychiatrie nutzbar zu machen, die zugleich selbst Angehörige eines psychischen kranken Menschen sind.

Wir wollen den Versuch mittels eines Internetforum unternehmen. Das Forum soll darüber hinaus weiteren Themen von allgemeiner Bedeutung  sowie spezifisch hamburgischen Themen dienen. Aus diesen Gründen ist es sowohl über unsere Homepage als auch direkt erreichbar unter

www.forum-der-psychiatrie.de

Das Schreiben von Dr. Meyer und die Projektbeschreibung hänge ich an:

Blaubeeren

Blaubeeren

meyer-6.1.15-Anschreiben mit Infoblatt-2

Infoblatt-forum-psychiatrie-ohne Anschreiben

Forum der Psychiatrie

Es wäre gut, wenn Sie dieses Projekt auch in Ihre Umfeld bekannt machen würden. Es ist sicher auch über die Grenzen von Hamburg hinaus von Interesse.

 

 

Über Janine Berg-Peer

Wir bieten monatlich kostenlose Online-Gruppen für Angehörige an. Jeder kann sich anmelden. Termin finden Sie weiter oben im Blog. Alle zwei Monate bieten wir auch englische Online-Gruppen an. Janine: Seit 65 Jahren bin ich Angehörige: Meine Mutter litt an einer bipolaren Erkrankung und meine Tochter erhielt vor 28 Jahren die Blitzdiagnose (zehn Minuten) Schizophrenie. Kurz danach einigten die Profis sich darauf, dass sie an einer bipolaren Erkrankung leidet. Wir hatten gemeinsam schlechte, aber mehr gute Zeiten. Selten sind Menschen mit Krisengefährdung ja immer krank. Henriette: Heute "leide" ich gar nicht mehr an meiner bipolaren Erkrankung. Nein, sie ist nicht weg, aber mir geht es gut mit einer kleinen Dosis an Medikamenten und einem sozialen und sozialpsychiatrischen Netzwerk, das mich stützt. Ich arbeite seit über zehn Jahren als Genesungsbegleiterin, zunächst als ambulante Betreuerin, jetzt seit drei Jahren im Krankenhaus, was mir sehr viel Spaß macht. Dazu gehören auch Workshops mit Polizei, Angehörigen oder auch Pflegeschüler:innen. Gemeinsam unterstützen wir jetzt sei drei Jahren Angehörige. Wir berichten von unseren guten und schlechten Erfahrungen und beraten sie oder geben ihnen Hinweise, die sie übernehmen können oder eben nicht. Ich als Betroffene freue mich schon lange wieder am Leben, an meiner Arbeit, meinen Freund:innen und an meinem Kater Giacometti. Ich lese gern, höre sehr gern Musik und liebe Filme. Janine: Auch ich freue mich trotz allem immer noch am Leben, lese viel, liebe meinen Kater Basquiat, Rosen, Opern und Countertenöre, japanische und koreanische Filme . Gemeinsam schreiben wir an unserem neuen Buch für Angehörige, in dem wir versuchen, ihnen besser verständlich zu machen und warum manche Betroffene tun, was sie tun und wie Angehörige sich Graf einstellen können, um möglichst viele nutzlose Konflikte zu vermeiden. Arbeitstitel bislang: "Mensch Mama, mach Dir nicht ständig Sorgen um mich!"

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